Freie individuelle Ziele vs. Gemeinsames Ziel 3-Gl.

Gestern war wieder unser Dienstags-Arbeitskreis „Soziale Frage“

Immer wieder erstaunlich auf welche Weise die Gedanken sich beflügeln und wie man jedoch auch auf sich selbst zurückgeworfen wird. Was es bedeutet, das Urbild, die Dreigliederung, das es etwas ist was schon da ist, im Geistigen und was in die Welt kommt, sich manifestiert, also eben kein Programm ist, und wie es eben zu greifen ist oft vielmehr durch die Mängel, durch das noch unfreie Geistesleben. Hierzu hatten wir passenderweise eine Stelle aus den Kernpunkten gelesen: (S.96)

Nur die unfreie Art des Geisteslebens hat bisher dieses soziale Gepräge nicht aufkommen lassen.

Für mich konnte ich auch oder erneut die Erkenntnis erringen wer oder was ich bin, welcher Art meine Inspiration ist, das ich Dreigliederung im hier und jetzt lebe (Das sind halt wieder so Phrasen: hier und jetzt!). Einer der Kollegen sagte es ist für ihn auch eine Menschheitsfrage, eine Sache des Mensch-Seins an sich, das hatte bei mir Anklang gefunden. Jedenfalls ist es ein Ringen miteinander und am Thema und wir versuchen uns gegenseitig zu achten, jedenfalls strebt in jedem von uns der innige Wunsch, die Welt zu transformieren und das Dilemma und Paradoxon ist ja das man irgendwie denselben Wunsch hat, aber doch noch die Hemmnisse da sind das man zu eigener Freiheit erwachen muss, dass heißt für unseren Kreis, warum und wieso sind wir gerade in dieser Zusammensetzung hier?

Nun ja weil es halt der einzige oder einer der wenigen Kreise ist die mit dem Thema in der Region beschäftigt sind, aber irgendwie muss man in freier Initiative mit dieser und jener Person Aktivitäten durchführen. So war mein Ansatz und meine Rede und ich versuche stets dahingehend zu motivieren und zu lenken, dass dies einfach getan wird in dem Mut das es schon das Rechte ist. Wir sprachen beispielsweise über Umsetzung, indem man Kontakte zu Betrieben sucht, die assoziativ handeln oder handeln möchten. Doch die wirtschaftlichen Assoziationen sind ja “nur” ein kleiner Teil vom „Gesamt-Dingens“ Dreigliederung! Wenn man nun das als Vorgehen des ganzen Kreises, der ganzen Gruppe unternimmt, so tritt ja doch meist das ein, dass man auf einen oder mehrere neue Menschen trifft und dann all die ganzen kommunikations- Dramen eintreten, dass man sich erst mal kennenlernen muss, das man erst mal sich über Sinn und Ziele sich verständigen muss, und das erst mal sehr viel geredet wird, viel zu viel, und vor lauter Wörtern wird dann übersehen und verpasst das der Geist schon längst das Urbild manifestiert.
Dahingehend suche ich stets aufmerksam zu machen.

Also gilt es, so das Paradoxon, das Hauptthema schlicht „zu vergessen“, beiseite zu schieben, und daran gar nicht mehr zu denken, sondern vielmehr individuell das zu machen was einem liegt, was „im echten Leben“ ansteht, wie in meinem Falle dass ich zum Beispiel einige Menschen nun in meinem Leben habe, die Kultushandlungen zelebrieren, natur-spirituell, Yoga und anderes tun und dazu eine kleine Gemeinschaft aufgebaut haben und ich spüre das ich ein, zwei Personen, die mir aus unserem Arbeitskreis ans Herz gewachsen sind mit den Anderen zu einem Treffen zusammenbringe und wir zum Anlaß von spiritueller Praxis uns kennenlernen und gegenseitig uns wahrnehmen und diese Inhalte austauschen, eben in Praxis, und somit das Geistesleben an sich bereichert wird.

Und ein anderer könnte eben die Handwerksbetriebe, die in seiner Gegend mit der ansässigen Waldorfschule zusammenarbeiten und deren Schüler dort praktizieren lassen, dort wie seine spontane Imagination war, mit dem Bewusstsein der Dreigliederung zusammenkommen und wer vom Kreis bei uns Interesse und Lust hat, dort praktisch wirtschaftlich assoziativ etwas zu veranstalten , dazu kommen kann, wie das aussehen könnte kann und muss ich im Moment nicht wissen, da es ja nicht „mein“ Impuls war, aber man kann sich natürlich schon dazu ein Format ausmalen wenn man nicht ganz doof ist. …

Wir lasen in den "Kernpunkten" ja auch das folgenden Absatz (S.96)

Aber die hier dargestellte An- schauung beruht nicht, wie man aus dem Vorangehenden ersehen kann, auf dem Wahnglauben, daß «der Geist» Wunder wirken werde, wenn diejenigen möglichst viel von ihm sprechen, die ihn zu haben meinen; sondern sie geht hervor aus der Beobachtung des freien Zusammenwirkens der Menschen auf geistigem Gebiete. Dieses Zusammen- wirken erhält durch seine eigene Wesenheit ein soziales Gepräge, wenn es sich nur wahrhaft frei entwickeln kann.

aus Freiheit, also gesundem Geistesleben ergeben sich von sich aus der gesunde soziale Organismus und da kam auch zum Schluss noch die Gretchenfrage bzw. der Gretchen-Kommentar, dass man dies ja auch bei uns im Kreis während der Treffen, der zwei Stunden bemerken kann, man argumentiert und der nächste der spricht redet oft gegen dass eigene und das soziale ist eben immer wieder ziemlich am darben. Das zeigt uns dass wir weiter nach der Freiheit des eigenen Geisteslebens streben sollten und dürfen, und uns absolut aussuchen können mit wem wir was zusammen machen.

Aus den traditionellen, konventionellen Gruppierungen ausbrechen. Um den sozialen Organismus erst zu ermöglichen sich selbst zu manifestieren.

Wahrlich eine Menschheitsaufgabe.

Und immer wieder ist man selber gefragt. Wie ich im Buch zur “Sprache der Bewusstseinsseele” von Carl Unger stehen habe: Der Mensch der diese Entwicklung erlebt, kann es als ungeheure Isolation empfinden.

Möge sie für viele nur ein vorübergehendes Empfinden sein.

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