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Die Dreigliederung als Urbild und was bedeutet es, sie in die Welt zu bringen?

Kürzlich im Arbeitskreis kamen mir ein paar Dinge, als es darum ging wie man auf die jeweiligen gestaltenden Schritte käme, „dreigliederisch“ zu wirken.
Da gibt es eine Stelle in Steiner‘s Vorträgen, in der er sagt, an der jeweiligen Stelle werden schon die geeigneten Leute zusammentreffen und die erforderlichen Schritte unternehmen … so ähnlich, Also eine positive Aussage, das man nicht sich um ungelegte Eier sorgen machen muss, wenn ich das mal so deuten darf.
Und ich würde nämlich meinen, dass man da nicht extra etwas „einführen“ muss, sondern vielmehr handelt es sich darum das man die Hemmnisse abbauen soll/kann. Denn wenn man die Widersachermächte bzw. die Störungen betrachtet und die Menschen jeweils in ihrer Herkunft, in ihrem Aufwachsen, wie sie die Hemmungen meistens weitertragen, weiter vererben, dann mag man das doch so herum ausdrücken: In jedem Menschen der auf die Welt kommt sind die Anlagen da - viele wachsen mit der Seelenreife auf, die sie zur Bewusstseinsseele gelangen lässt - und er kann und mag so aktiv gestaltend in die sozialen Belange eingreifen und dass es „nur“ darum geht ihm die Fähigkeiten zu erhalten, seine Rechts-Sphäre erleben zu machen und zu erhalten, ein möglichst aktives Geistesleben ihn miterleben zu lassen, so wie ich es schon an anderer Stelle beschrieben habe. Und dass dann er und andere eben an der entscheidenden Stelle die rechten Schritte schon unternehmen werden können, so wie in dem erwähnten Zitat Steiners.
Das ist ja irgendwie schon die Crux bei der ganzen Diskussion darum, wie es wohl zu gehen habe.

Sexuelle Liebe als innerstes Phänomen des Sozialen

Das Soziale beginnt dort wo zu einem Menschen weiter Menschen dazukommen, es beginnt als allererstes da wo ein Zweiter dazukommt und die beiden sich begegnen. Dies als die innerste Zelle quasi des Sozialen Organismus zu betrachten, dies zu untersuchen und zu begreifen das ist mein Anliegen, da kam ich nun die Tage darauf. Ein neuer Bekannter, der auch in Sachen Dreigliederung forscht, brachte mich darauf mit der Begrifflichkeit der „Phänomenologie der Begegnung".

Und ein “spezieller” Fall der Begegnung ist der, da sich die Liebe in ihrer ganzen Bandbreite manifestiert, das heißt beim “Verkehr der Geschlechter”. Man könnte nun entweder davon ausgehen das sich zwei Menschen schon lange kennen und Partner sind, Ehepartner vor der sozialen Realität der Menschen oder durchaus möglich das sie sich gerade begegnen und dieses einfach durchlaufen in “Eile” -

Und sie kommen also zu dazu dass sie miteinander schlafen, die Liebe physisch vollziehen wie man sagt.
Der Prozess ist ja nun einmal geprägt von Hingabe, von Öffnung gegenüber dem Anderen. Man selbst als spirituelles Wesen, zeigt sich in seiner Beschaffenheit, wie man sich selbst erlebt, wie man in seinem Körper drinsteckt, wie man ihn erlebt, das physische, das seelische und das geistige im Menschen werden hier zu einer Homogenität und erlebbar, erlebbar gemacht für den anderen

...Geistesleben...

Von daher ist dies also quasi ein Vorgang den man aus Sicht der Dreigliederung zum Geistesleben rechnen kann, wie zwei Menschen sich erfahren, in ihrer Individualität, in ihrer geistigen besonderen Art und sich gegenseitig so lassen wie sie sind, also die Freiheit ist ja auch ganz wesentlich dabei, da mögen wohl viele Menschen auch gleich zustimmen, da ja man schließlich freiwillig dazu bereit sein muss, wie jeder weiß.

Es ist ebenso ein Schöpfungsakt (wenn man dem folgenden zustimmen möchte – ist damit ein kreatives Tun, Domäne des Geisteslebens), da man ermöglicht dass ein Mensch auf die Welt kommt. Inwieweit man mit seelischem oder geistigem an der Entstehung des neuen Lebens beteiligt ist, das ist sicherlich je nach Weltsicht verschieden, für mich war ein schöne Anschauung was ich in letzter zeit gehört habe, dass die Seele die inkarnieren möchte, dass sie die Eltern wählt, in einem gewissen Zeitraum und -punkt bevor sie in den Körper, in die ersten Zellen einzieht. Und dass die körperliche Liebe erst damit vervollständigt wird, dass die beiden Partner sich bewusst sind das sie hier gemeinsam am Schöpfungsprozess beteiligt sind. Ob physisch die Zeugungs- oder Empfängnisfähigkeit gegeben ist, ist dabei nachrangig, es geht um die seelische Erfahrungsmöglichkeit der Partner in der Betrachtung.

... Und die Rechts-Sphäre

Doch zurück zum sozialen Vorgang. Ob die Rechtssphäre hier auch zu betrachten wäre, frage ich mich noch. Fangen wir mal damit an dass man das Recht als Mensch hat auf (ab und zu) allein bleiben, das Recht darauf keine Sex zu haben (sowas aber auch!), ein Recht dessen Verstöße dagegen unser soziales immer noch als Schatten belasten.

Dann gibt es ja noch die Phrase von den ehelichen Pflichten :) da die Bandbreite der Bedürfnisse des Menschen auch Sex umfasst, durchaus als nicht unwesentliches, ist es bei monogamer Bindung auf lange Zeit ja auch eine Pflicht dem anderen den Sex zu ermöglichen. Sehr toll abstrakt gesagt, na hoffentlich sind die meisten Menschen auch sehr gerne bereit dazu.

Des weiteren ist es ein Recht des Menschen, des kleinen Kindes, die Liebe der erwachsenen Menschen um es herum zu erleben – als Teilbereich des Rechts auf das Erleben eines aktiven Geistesleben, wie ich neulich über die Rechte der Heranwachsenden schon beschrieb.

Dies wären so die Aspekte, die mir auf Anhieb einfallen.

Alles Liebe! :-)

Mein erster workshop "Mein Leben in den Gliedern des Sozialen Organismus"

Meinen ersten workshop hab ich nun mal im Konzept verfasst. Klein aber fein, mit durchaus sehr sinnvollem Inhalt - sich einfach mal bewusst machen was in meinem Leben gehört zu welchen Gliedern des Sozialen Organismus und wie lebendig sind die denn eigentlich; Woran hakt es, wie stehe ich da und inwiefern ist die Situation dem kollektiven Mangel an Dreigliederungs-Bewußtsein geschuldet oder liegt jeweils eine spezielle gesteigerte Situation vor; Und liegt dies an der Besonderheit des Umfelds oder an meiner eigenen Disposition, d.h. bin ich da an einem eigenen blinden Fleck?

Für mich hab ich dies ja seit etlicher Zeit durchgeführt, das kam so über mich und ich ergänze immer wieder mal was und werde mir weiter bewußt wie es denn nun in der Welt aussieht, was ich damit zu tun habe und an welchen Stellen ich schon im Geiste der Dreigliederung wirke.

Hier gehts zur eigentlichen workshop-Seite http://offenbarokkult.de/content/workshop-mein-leben-den-gliedern-des-so...

Carpe Diem!

Festabend Nov'17 zum 24-jährigen Jubiläum des AKs Soziale Frage in München

Am vergangenen Donnerstag hatten wir einen gelungenen Abend anlässlich des langjährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaft Soziale Frage in München Schwabing!

Eine gute Handvoll meiner Kollegen und ich präsentierten gemischte Beiträge aus dem jeweiligen Interessens- und Forschungsgebiet des Einzelnen; Die beiden teilnahms-ältesten erzählten aus der Historie und wie ihr Leben von den Erfahrungen der Arbeit mit der Erkenntnis der Dreigliederung beeinflusst wurde.

Wir hatten im Vorfeld die Themen (ungefähr) schon als schriftliche Beiträge an einer Festschrift vorbereitet und verfasst; Auf Anfrage schicken wir sie gerne zu, sie kann in der Fassung leider nicht ins Netz gestellt werden, da sie einiges biographisches enthält.

Zwischenrein und im Anschluß waren unsere Besucher gar nicht auf den Mund gefallen und es gab eine gewisse Interaktion und eine gemeinschaftliche Stimmung; Das ganze hatte damit durchaus Ähnlichkeit zum "normalen" Arbeitstreffen; HIer wird speziell genossen dass wir in Gleichberechtigung miteinander das Gespräch führen und unser Ziel für diesen Abend war eben auch unsere Arbeitsweise den Menschen, den Besuchern näherzubringen.

Ablösung von Grundeigentum durch Bodennutzungsrecht

Dieser Artikel über Bodennutzungsrecht [1] Seite 8 kam mir grad in die Hände bzw unter die Augen, ein Thema das ich immer wieder ein wenig gewälzt habe, das aber immer noch eine Herausforderung darstellt, neu zu denken: Wie kann das kapitalistische Eigentum an Grund und Boden überführt werden in Nutzungsrecht und somit in die Rechtssphäre?

[1] http://www.sozialimpulse.de/fileadmin/sozialimpulse/pdf/Globalisierung_g...
Der Artikel beschreibt ja sozusagen leider nur wie es auszusehen hätte.

Ein Weg der ja schon viel beschritten wird, ist das Überzeichnen von Boden an Stiftungen, welche von der Satzung her tauglich sind im Sinne der Dreigliederung.

Sollte man subsidiär solche Stiftungen gründen, also für jede Region, nach und nach, wo noch keine passenden exisitieren?

Wie kann der gemeine Grundbesitzer sein neues Recht auf Nutzung zugesprochen bekommen?

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